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    Großmeister Yip Man

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    Das Oberhaupt eines Stils

    Yip Man, das Oberhaupt des Wing Tzun Stils, galt nicht nur unter seinen Anhängern, sondern in der Kung-Fu-Welt überhaupt – also über die Stile hinaus – als Großmeister. Yip Man hatte wenig übrig für die Eitelkeiten dieser Welt. An Ruhm und Reichtum lag ihm nichts. Auch fehlte ihm das rüde und menschenverachtende Auftreten, das so manche Kung-Fu-Leute pflegten. Wer den Vorzug hatte, Yip Man kennen zu lernen, fühlte sich in seiner Gesellschaft sofort entspannt und wie zu Hause. Seine Herzlichkeit, Aufrichtigkeit und Gastfreundschaft wurden in allen Handlungen offenbar. Seine Unterhaltungen im Fatshan-Dialekt spiegelten sein sorgloses und freundliches Naturell wider. Man konnte ihn wahrlich als Gentleman und Gelehrten bezeichnen.

    Förderer des chinesischen Kung Fu

    Großmeister Yip Man, war nicht nur Wegbereiter des Wing Tzun, sondern einer der bedeutendsten Förderer der Kampfkünste in der modernen Zeit. Durch seinen Einfluss und durch seine Schüler konnte das chinesische Kung Fu auch im Ausland Fuß fassen.

    Yip Man, ein begabter Schüler

    Im Alter von neun Jahren wurde Yip Man von Großmeister Chan Wah Shun als Schüler akzeptiert. Yip Man, so erzählte Frau Ng, war schon vorher immer sehr fleißig gewesen. Nach der Schule vertrieb er sich seine Zeit nicht im Spiel mit Klassenkameraden, sondern er widmete all seine Freizeit der Malerei und der Dichtkunst, wenn er nicht Großmeister Schan beim Unterricht zusah. Jahr für Jahr, Tag für Tag verfolgte er die Unterweisungen mit größerem Interesse. Schließlich trat er vor Großmeister Chan und bat um Aufnahme als Schüler. Chan Wah Shun nahm ihn jedoch nicht ernst, ging aber im Scherz auf ihn ein und sagte ihm, dass jeder eine Aufnahmegebühr von drei Tael Silber entrichten müsse. Voll Freude und Hoffnung lief Großmeister Yip nach Hause und brachte die Drei Tael Silber zurück. Großmeister Chan konnte das nicht glauben, er wollte wissen, woher er das Geld hatte. Der Junge erklärte ihm, er habe schon seit Jahren auf diese Summe gespart, da ihm die Höhe der Aufnahmegebühr bekannt war. Großmeister Chan Wah Shun aber dachte, der Junge habe das Geld gestohlen. Deshalb behielt er das Geld und trug den Jungen auf, seine Mutter mitzubringen, um zu beweisen, dass ihm das Geld gehöre. Es blieb Yip Man nichts Anderes übrig, als mit seiner Mutter zurückzukehren. So ergab es sich, dass Chan Yip Mans Mutter kennen lernte und sprach: „Ich freue mich, die Mutter des Jungen sprechen zu können, um zu erfahren, ob die ihrem Sohn den Unterricht bei mir erlaubt. In der Tat scheint mir der Junge recht begabt, und er sieht mir schon lange beim Kung-Fu-Unterricht zu. Wenn er mir folgt wird er sicherlich seinen Weg als Kampfküster machen.“ Frau Ng hörte diese Worte gerne und erlaubt ihrem Sohn, seine Studien zu beginnen.

    Großmeister Yip Man und Bruce Lee

    Ip-Man&BruceLee

    Unter den Schülern Yip Man’s war Bruce Lee einer der Bekanntesten. Bruce Lee traf Großmeister Yip Man in Hongkong, als er das St. Francis College besuchte. Bruce Lees Vater. Lee Hao Chuen, war ein guter Freund Yip Man`s. Beide waren Flüchtlinge aus Futshan. Weil Bruce Lees Vater und Yip Man sich so gut verstanden und Bruce Lee soviel Ehrgeiz und Fleiß beim Studium der Kampfkunst zeigte, gab Großmeister Yip Man sich beim Wing Tzun Unterricht von Bruce Lee besondere Mühe. Aber nach knapp drei Jahren konnte Bruce Lee seine Wing Tzun Lektionen bei Großmeister Yip Man nicht fortsetzen, denn er musste Hongkong verlassen, um in Amerika ein akademisches Studium zu beginnen. Bruce Lees Abschied von Großmeister Yip Man machte keinesfalls den Eindruck einer endgültigen Trennung von Schüler und Meister. Aber es gab schon Anzeichen von Missstimmung. Ich erinnere mich, dass Yip Man Bruce Lee vor seiner Abreise nach Amerika ermahnte, dass Kung Fu zu den höchsten chinesischen Künsten zähle und dass die Chinesen diese Techniken für sich behalten müssten, um sich zu verteidigen und ihre Gesundheit zu erhalten und dass deshalb die Techniken des chinesischen Kung Fu Ausländern nicht ohne Vorbehalt gezeigt werden sollen. Bruce Lee versprach sich daran zu halten, aber sobald er in Amerika ankam, eröffnete er eine Kampfkunstschule, nahm ausländische Schüler an und brachte ihnen Wing Tzun Techniken bei. Großmeister Yip Man war darüber sehr erstaunt und enttäuscht.

    Ip Man – der Film

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    „Im China der Vorkriegszeit ist Ip Man (Donnie Yen) der berühmteste Vertreter der Martial-Arts-Kampfkunst WingTsun. Doch als die Japaner ins Land einmarschieren und seine Heimatstadt gewaltsam einnehmen, kann er nicht mehr für seine Familie sorgen und sieht sich gezwungen, im Bergwerk zu arbeiten. Als nach einem Kampfpartner gefragt wird – gegen einen Sack Reis im Falle des Siegs – meldet er sich. Auch ein alter Freund Ip Mans nimmt das Angebot an und stellt sich den Japanern in einem der brutalen Martial Arts-Kämpfe. Doch das fatale Duell endet für seinen Freund tödlich. Von Gerechtigkeit beflügelt versucht Ip Man nun, den japanischen Soldaten auf seine eigene Art und Weise gegenüberzutreten. Es kommt zu einem alles entscheidenden Duell zwischen ihm und General Miura..“. (Zitat: amazon.de Produktbeschreibung)

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    Wing Tzun – Die Legende

    Wing Tzun ist eine chinesische Kampfkunst, die der Legende nach von einer buddhistischen Nonne namens Ng Mui vor mehr als 300 Jahren entwickelt wurde. Das von Ng Mui entwickelte effektive Kampfsystem trug zunächst noch keinen Namen, wurde aber später nach ihrer ersten Schülerin Yim Wing Tzun benannt. Der Name Wing Tzun bedeutet übersetzt „Schöner Frühling“. Das Wing Tzun Kampfsystem wurde als streng geheime Kampfkunst innerhalb der Familie von einer Generation zur nächsten weitergegeben.

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    „Gemäß mündlicher Überlieferung waren während der Qing-Dynastie (1644-1911) die Shaolinmönche aufgrund ihrer Kampfkunst derart berühmt, dass sich der damalige Kaiser Kangxi Sorgen um seinen Einfluss machte und beschloss, die Mönche zu töten und das (südliche) Shaolinkloster zu vernichten. Dies misslang, da die Mönche starken Widerstand leisteten. Der Beamte Chan Man Wai wollte sich einen Namen verschaffen und schmiedete einen Plan, für den er sich u. a. mit Ma Ning Yee verschwor, welcher das Kloster von innen heraus in Brand setzte. Dabei kamen die meisten Klosterbewohner ums Leben. Die buddhistische Meisterin Ng Mui, der Abt des Klosters Meister Chi Sin mit den meisten Schülern, Meister Pak Mei, Meister Fung To Tak und Meister Miu Hin konnten entkommen. Sie waren die Führer der fünf Shaolin-Stile und wurden die „Fünf Älteren“ genannt.

    Die Authentizität dieser Überlieferung ist umstritten. Kangxi war eher ein Unterstützer zumindest des nördlichen Shaolinklosters, wie eine über dessen Eingang angebrachte Kalligraphie noch heute belegt.

    Nach der Zerstörung des Klosters trennten sich die Überlebenden, um der Mandschu-Regierung lene Ng Mui dagegen ließ sich im Weißer-Kranich-Tempel am Tai-Leung-Berg nieder, wo sie sich der Kampfkunst und dem Chan widmen konnte.

    Am Marktplatz eines nahen Dorfes lernte Ng Mui ein junges Mädchen namens Yim Wing Chun und deren Vater Yim Yee kennen, welche dort Tofu verkauften. Die beiden waren aus ihrer Heimat in der Provinz Kwantung geflüchtet, da Yim Yee in eine Gerichtssache verwickelt war (man sagt, unschuldig), die ihn das Leben hätte kosten können. Als Schüler des Shaolin-Klosters hatte er einige Kampftechniken erlernt und sorgte in seiner Gegend für Gerechtigkeit. Die resultierenden Schwierigkeiten zwangen ihn, seine Heimat zu verlassen und sich am Tai-Leung-Berg niederzulassen. Der Legende nach hat die Kampfkunst dem Mädchen Yim Wing Chun seinen Namen zu verdanken.

    Die heranwachsende Yim Wing Chun zog den im Ort als einen notorischen Schläger bekannten Wong derart an, dass er um ihre Hand anhielt. Doch sie war schon als kleines Kind Leung Bok Chau, einem Salzkaufmann aus Fujian, versprochen worden. Wong schickte einen Boten, setzte Yim Wing Chun eine Frist und drohte, Gewalt anzuwenden, falls sie sich ihm verweigerte. Vater und Tochter lebten von nun an in großer Sorge, da niemand im Dorf Wong, dem Kampfkünstler und Mitglied einer Geheimgesellschaft, gewachsen war.

    Ng Mui erkannte als regelmäßige Kundin Yim Yees, dass die beiden von Sorgen gequält wurden. Schließlich erzählte Yim Yee von Wong. Ng Mui beschloss, Yim Wing Chun zu helfen, wollte den Bösewicht aber nicht selbst bestrafen, da sie ihre Tarnidentität nicht aufgeben wollte und ein Kampf zwischen ihr, der Meisterin aus dem Shaolin-Kloster, und einem Dorfschläger unfair und ruhmlos gewesen wäre. Deshalb brachte sie Yim Wing Chun ihre neue Kampfkunst bei. Nach nur drei Jahren Privatunterricht hatte diese das neue Kampfsystem gemeistert. Ng Mui schickte sie nach der Ausbildung im Weißer-Kranich-Tempel zurück zu ihrem Vater. Sofort wurde Yim Wing Chun wieder von Wong bedrängt, doch dieses Mal forderte sie ihn zum Kampf auf. Der Rowdy war sich seines Sieges sicher, sollte sich aber getäuscht haben, denn Yim Wing Chun schlug ihn zu Boden.

    Nachdem Yim Wing Chun den Schläger besiegt hatte, setzte sie ihr Training fort. Als Ng Mui beschloss, weiterzureisen, ermahnte sie Yim Wing Chun, einen würdigen Nachfolger zu finden und nur die richtigen Schüler zu unterweisen. Diese Mahnung wurde auch von den folgenden Generationen befolgt.“

    (Quelle: Wikipedia)

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    Konflikt um die Schreibweise

    Wing Tzun, Wing Chun oder Wing Tsun? Warum gibt es keine eindeutige Schreibweise? Die Antwort ist relativ einfach, wir Europäer versuchen ein Wort zu schreiben das ein Chinese ausspricht. Deshalb zählen wir mehr als 20 Schreibweisen.

    Wing Tsun verschiedene Schreibweisen

    Weil es kein richtig gibt, wählten wir eine Interpretation, die unserem Stil so nah kommt wie möglich. Der aufmerksame Beobachter wird erkennen, dass sich unser „Wing Tzun“ in vielen Aspekten eindeutig von anderen unterscheidet. Ein offensichtlicher Unterschied liegt in Klarheit und Schärfe, deshalb die Schreibweise mit „TZ“.

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    Dieses Mini-Lexikon wächst jede Woche

    Im Laufe des Jahres wird dieses Mini-Lexikon jede Woche um einen Beitrag wachsen. Die Sifus der MWTA haben sich vorgenommen ihr Wissen mit dir zu teilen.

    Viel Freude wünschen dir die Sihings und Sifus der MWTA

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    Das Wiederbeleben einer Ära

    Wie alles begann…

    Die Gründungsgeschichte der MWTA beginnt mit der Mystik um die „Roten Streifen“.

    Es war wie Magie! Ich erinnere mich, als wäre es gestern. Damals, vor 15 Jahren, als ich auf einem der großen Lehrgänge der EWTO zum ersten Mal Techniker sah, war das einfach MAGISCH! Als wenn diese Leute mit den roten Streifen nicht von dieser Welt wären. Sie schienen unbezwingbar. Die Dominanz der Techniken mit ihren legendären Kettenfauststößen war so stark, dass sich ihnen alles unterwarf. Niemand hielt diesen überlegenen Kämpfern stand. Boxer, Ringer, Thai-Boxer, Karateschwarzgurte,.. keiner kam klar. Damals war in mir ein Traum geboren, ich wollte Techniker werden, ich wollte sein wie sie.

    Sifu Marcins Vison

    Diesem Traum folgte der nächste; ich gründete eine Schule und stand kurz davor zum Sifu ernannt zu werden. Auf weiteren großen Lehrgängen musste ich jedoch erkennen, wie sich der Charakter des Wing Tsuns verändert hatte. „Die Magie der roten Streifen“ erlag einen grausamen Erstickungstod.

    Was war passiert? „Fitness-Lifestyle“ kam in Mode. Diese Welle erfasste den anpassungsfähigen Charakter des WTs und wurde vom Kampfsystem zur Gesundheitsform erniedrigt. In Kampfkunstkreisen verlor Wing Tsun sein Gesicht, und mit dem guten Ruf war es dahin.

    Ich verstand Wing Tzun als absolutes Kämpfersystem, geformt in der Jahrhunderte währenden Kampfkunstschmiede, erschaffen aus dem Erfahrungsschatz von Generationen von Kriegern und Meistern.

    Im Begriff Sifu zu werden, nahm ich mir zum Ziel den Weg für eine neue Wing-Tzun-Generation zu ebnen. Ich wollte bewahren, was dem Tode geweiht war, um die Magie der „Roten Streifen“ wieder auferstehen zu lassen.

    So gründete ich im Dezember 2008 die Marcin-Wing-Tzun-Akademie, die MWTA. Heute umfasst sie zahlreiche Schulen mit gutausgebildeten Technikern und einer Schar talentierter Schüler.

    Die Ausbilder und ich wünschen uns, Menschen durch Wing Tzun zu inspirieren und die MWTA als Basis für ein erwachsenes und weiter reifendes Kampfkunst-System zu bewahren.

    Euer Sifu Marcin Mischke
    Oberhaupt und Cheftrainer der MWTA

     

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